SADI-S

SADI-S 2018-04-13T17:08:39+00:00

SADI-S

Was heißt SADI-S?
SADI-S sind die Initialen des singleanastomosis duodeno-ilealen Bypass mit sleevegastrectomy in Englisch. Mit anderen Worten, wird hier die Duodeno-Ileum-Bypass Operation mit der Schlauchmagenoperation durchgeführt wird.

Was ist mit der SADI-S Operation gemeint?
Die SADI-S – Operation beinhaltet zusätzlich zu einer Schlauchmagenoperation das Schließen des Zwölffingerdarms unmittelbar am Ausgang der Stenose und das Verbinden des Dünndarmabschnittes mit dem Zwölffingerdarm am Magenausgang.

WIE WIRD DIE OPERATION DURCHGEFÜHRT?

Die Operation wird laparoskopisch durchgeführt. Zu aller erst findet die klassische Schlauchmagenoperation statt. Das Magen Volumen wird verringert, jedoch ist es noch im Vergleich mit einer herkömmlichen Schlauchmagenoperation erweitert. Im nächsten Schritt wird der Zwölffingerdarm mit speziellen Werkzeugen geschnitten und verschlossen, um den Pylorus (Magenausgang) zu schützen. Von der Verbindung des Dünn- und Dickdarms aus gesehen, wird er mit 250 (variabel) markiert und zum Zwölffingerdarm gezogen, um eine Zwölffingerdarm-Dünndarm-Anastomose zu erzeugen. Aus diesem Grund wird die Nahrung aus dem gemeinsamen Kanal von etwa 2,5 Metern aufgenommen. Dies reduziert sowohl die Nahrungsaufnahme (Schlauchmagen) als auch die Absorption der eingenommenen Nahrung (Zwölffingerdarm-Darm-Anastomose).

Was sind die Vorteile der SADI-S Methode?

  • Folgekrankheiten auf Grund des Übergewichtes wie Diabetes, Hyperlipidämie, Schlafapnoe und Bluthochdruck werden beseitigt
  • Es besteht keine Gefahr für das Dumping – Syndrom, da der Pilor geschützt wird.
  • Da der Pilor geschützt wird, wird diese Methode im Gegensatz zu den anderen Methoden mehr toleriert

Was sind Nachteile der SADI-S Methode?

  • Die Patienten haben während ihres gesamten Lebens möglicherweise Vitaminpräparate (A, D, E, K und Mineralstoffe) einzunehmen.
  • Häufige Kontrolle und Nachuntersuchungen sind notwendig
  • Es kann zu einer Schwellung der Gallenblase kommen und das Risiko für Gallensteine ist höher als bei anderen Methoden
  • Mögliche Risiken sind wie bei den anderen Methoden auch: Darmperforation, Anastomose Insuffizienz, Infektion, Abszess, Venenthrombose, Lungenembolie